Teil 2: Definiere die Zielgruppe (Zielgruppenanalyse)

Zielgruppenanalyse

 

ZielgruppenanalyseSofern Du nun Dein Produkt definiert hast, das Du verkaufen möchtest, ist der nächste Schritt, den es zu befolgen gilt, die Menschen zu definieren, die Dein Produkt kaufen sollen. Man sagt auch gerne Zielgruppenanalyse dazu.

Man nennt diese Gruppe von Menschen auch Zielgruppe (engl. target audience), Interessenten oder potenzielle Kunden. Wenn Du diese Gruppe kennst und verstehst, hast Du es viel leichter, darauf hinzuarbeiten, deren Wünsche und Bedürfnisse zu erfüllen und ihnen Dein Produkt zu verkaufen.

Natürlich ist es ratsam, dass Du diejenigen analysierst, die bereits bei Dir gekauft haben. Auch hier verschaffst Du dir einen guten Überblick, wer was kauft und wie alt Deine Kunden sind. Daraufhin kannst Du Deine Website oder Deinen Shop besser auf diese Zielgruppe ausrichten.

Sehe die Zielgruppe als Deine Freunde oder Partner an. Diese kennst Du ja auch und weißt genau was diese gerne haben würden. Und genau das solltest Du auch von Deinen potenziellen Kunden herausfinden. Es ist nicht immer leicht, eine Zielgruppenanalyse durchzuführen aber es funktioniert.

Anhand einiger Beispiele zeige ich Dir, wie diese Zielgruppenanalyse durchzuführen ist.

 

Wichtige Variablen Deiner Zielgruppe

 

Adressaten: Gesamtheit aller effektiven oder potenziellen Personen, die mit einer bestimmten Marketingaktivität angesprochen werden sollen.

Grundlage zur Zielgruppenfindung nach jeweils relevanten Merkmalen ist die Marktsegmentierung; Hauptproblem ist die zeitliche Instabilität (Dynamik).

Zur Vermeidung von Streuverlusten werden in der Mediaplanung nur die zielgruppenspezifischen Medien ausgewählt.

 

Arten:

  • Soziodemographische Zielgruppe (z.B. Alter, Geschlecht, Bildung);

 

Ein kleiner Blick in die Statistik von kundenheld.de 2018:

Ich zum Beispiel verkaufe auf kundenheld.de ebooks mit Verkaufslizenzen. Ich weiß, dass meine Kunden im Schnitt zwischen 25 und 34 Jahre sind. Das Geschlecht meiner häufigsten Besucher ist männlich, wobei weibliche Besucher am häufigsten bei mir einkaufen.

  • (2) Zielgruppe aufgrund von verhaltensorientierten Merkmalen (z.B. Intensivverwender, Erstkäufer);

 

Vom 01.01.2018 bis jetzt (Stand Anfang Dezember 2018), waren es bei mir 78,86 % neue Besucher und 21,15 % wiederkehrende Besucher.

  • (3) Zielgruppe aufgrund medienorientierter Merkmale (Nutzer bestimmter Medien).

2018 waren es auf kundenheld.de 2,61 % die sich z.B für Politik interessieren und regelmäßig Nachrichtenportale lesen.

 

Mithilfe dieser Eingrenzungen sollte Dir klar werden, dass sich eine Zielgruppe nicht eindeutig eingrenzen lässt. Genauer gesagt geht es darum alle „effektiven und potenziellen“ Kunden als Zielgruppe zu betrachten, was auch bedeutet, dass sich zu dieser Zielgruppe Kunden dazugesellen können, an die Du überhaupt noch nicht gedacht hast!

Aber gerade zum Start eines Unternehmens ist es darüber hinaus vernünftig, auch festzulegen, für welche „Wunschkunden“ man am liebsten arbeiten möchte.

 

Woher bekomme ich Informationen zu meiner Zielgruppe

 

Es kommt vor, dass Dich Kunden per Mail oder Telefon kontaktieren, weil sie eine Frage haben oder aus einem anderen Grund. Höre Interessenten und Deinen Kunden gut zu. So bekommst Du ein besseres Gefühl dafür, wie Deine Zielgruppe tickt und wie Du ihr konkret helfen kannst.

Befrage Deine Kunden im Zuge einer Kundenumfrage. Dabei kannst Du Deine Kunden persönlich befragen oder Du bindest eine Umfrage in einem Newsletter ein. Für die Umfragen in einem Newsletter helfen Dir dabei gewisse kostenlose Tools, wie zum Beispiel von SurveyMonkey.

Ebenso wichtig sind Kommentare in Blogs oder in den verschiedenen Social-Media-Plattformen. Werte dort für Dich spezifische Gruppen aus. Hierdurch erfährst Du, was potenzielle Kunden bewegt und, über welche branchenrelevanten Themen sie schreiben und diskutieren.

 

Zielgruppenanalyse mit Facebook

 

Das Beobachten der Benutzer in allen bekannten Communitys, Foren, Blogs oder auch auf Social-Media-Plattformen lassen oftmals wichtige Bedürfnisse der Kunden erkennen. Seiten wie zum Beispiel Facebook bieten hierzu eigenes Datenmaterial über demografische Daten und das Interesse der eigenen Fans an. Um Deine Fanseite bei Facebook auszuwerten, bietet euch Facebook zu diesem Thema ausführliche Informationen und Möglichkeiten über das Tool Audience Insights, Statistiken auszuwerten und zu erstellen.

Auswerten kannst Du unter anderem:

  • Wer sind die Facebook-User?
  • Die Fans einer Seite.
  • Die Teilnehmer eines Events.

 

Zielgruppenanalyse mit Google Analytics

 

Demografische Daten bekommst Du beispielsweise über ein Webanalysetool wie Google Analytics.

Demografische Daten sind:

  • Alter
  • Geschlecht
  • Interessen

 

Die Daten bieten Dir einen ersten Eindruck der potenziellen Zielgruppe.

Die möglichen Anwendungen von demografischen Daten sind nicht immer einfach. Jedoch können sie Antworten auf folgende Fragen liefern:

  • Welche Gruppen besuchen meine Webseite? Junge Website-Besucher interessieren sich logischerweise für andere Dinge als die älteren Besucher.
  • Welche dieser Gruppen kaufen bei mir am meisten? Die umsatzstärkste Kundschaft hat in der Regel eine bestimmte Altersspanne.
  • Wo muss ich mehr Content platzieren, um den Umsatz zu steigern? Wichtige Inhalte können auf Alter, Geschlecht und Interessen angepasst werden. Wenn die Mehrheit Deiner Besucher zum Beispiel zwischen 25 und 34 Jahre alt sind, dann weißt Du, dass Du den ganzen Content für Senioren rausschmeißen kannst. Sofern Du welchen geschrieben hast. Eine Faltencreme zu verkaufen, wäre hiernach auch nicht sinnvoll.
  • Wie können Anzeigen gezielter ausgerichtet werden? Junge weibliche Interessenten wollen andere Anzeigen sehen als ältere.

 

Auch der Keyword Planner von Google hilft Dir bei der Zielgruppenanalyse. Aus den hier gesammelten Daten kannst Du ableiten, welche Kriterien bzw. welche Keywords zu Deinem Thema/Produkt am besten passen.

 

Sonstige Zielgruppenanalyse

 

Nachforschen kannst Du auch in Studien von Fachbüchern, Statistisches Bundesamt, Universitäten, Marktforschungsinstitutionen etc.

Spezielle Marktforschung zu Zielgruppen im Onlinemarketing erhältst Du zum Beispiel bei den nachfolgenden Institutionen:

 

 

Kommen wir nun zum nächsten Punkt, indem Du ganz einfach die Methoden definierst.

 

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